La Viva
Party für Menschen mit und ohne Handicap
Ende April haben rund 150 Menschen mit und ohne Behinderung die erste «La Viva»-Party in der Zürcher Labor-Bar besucht. Die grosse Nachfrage beim Publikum hat die Erwartungen der Veranstalter übertroffen und ausserordentlich gefreut. Nächsten Samstag, 23. Mai, lädt die Labor-Bar zusammen mit Procap zum zweiten Event in der Party-Reihe ein.
Mediencommuniqué von Procap
Siehe für Details auch die Homepage der «LaVivia-Party» unter www.laviva.ch
«Andiamo!» 2008
Nächstes Jahr sind wir wieder dabei
Die Saison 2008 der SlowUp-Veranstaltungen ist zu Ende. Zu Ende ist damit auch das Projekt «Andiamo!» von Procap – aber nur für dieses Jahr. Die meisten diesjährigen Teilnehmenden werden auch nächstes Jahr wieder mit dabei sein. Zwei SlowUp-Neulinge berichten von ihren Erfahrungen.
Begonnen haben die slowUp im Umkreis der Expo 02 am Murtensee. Seither hat sich die Zahl erweitert, dieses Jahr gab es in der ganzen Schweiz von Genf bis zum Bodensee 14 solche Velotouren, an denen das Erlebnis, gemeinsam mit Gleichgesinnten einen Tag an der frischen Luft zu verbringen, im Vordergrund steht. Klein begonnen hat auch das Procap-Projekt «Andiamo!», das Menschen mit Behinderung die Teilnahme an den SlowUp-Anlässen ermöglicht. 2007 war Andiamo! Partner bei sieben slowUp, in diesem Jahr bei allen mit Ausnahme des «Bergrennens» an der Albula. Menschen mit Behinderung können dabei spezielle Räder leihen und sich, wenn erwünscht, von einer Begleitperson betreuen lassen.
Für die ganze Familie
Viele Menschen mit Behinderung organisieren sich die Begleitung allerdings im persönlichen Umkreis. Ein Beispiel ist Simon Ruggli. Der 15-jährige Knabe, der an einer cerebralen Behinderung leidet, lebt mit seinen Eltern und seinen beiden Geschwistern im Dorf Mittelhäusern zwischen Bern und Schwarzenburg. Es ist eine hügelige Gegend, und dort Rad fahren ist nicht jedermanns Sache. Alle Eltern wissen, wie schwierig es oft ist, ein Sonntagsprogramm zusammen zu stellen, das allen Familienmitgliedern gerecht wird. Für Familien mit einem behinderten Kind gilt dies in besonderem Mass. Als die Familie Ruggli von «Andiamo!» erfuhr, war die Teilnahme am slowUp deshalb bald beschlossene Sache. Da die Räder für den slowUp Murtensee schon ausgebucht waren, musste Simon zu Hause bleiben und man verschob die gemeinsame Teilnahme auf den slowUp Gruyère – dies umso mehr, als Mutter Martine Ruggli aus dem Greyerzerland stammt und dort noch Angehörige wohnen. Die Teilnahme war ein voller Erfolg – für Simon ist es auch eine der wenigen Möglichkeiten, zusammen mit seinen Cousins und Cousinen etwas zu unternehmen. Zwar zeigte sich das Wetter am 13. Juli von der garstigen Seite, aber just für die Radfahrt tat sich ein Fenster in den Wolken auf. Besonders Simon ist natürlich begeistert, dass er gemeinsam mit seinem Vater auf einem Twister eine solche Fahrt machen konnte - am liebsten würde er sich gleich ein solches Fahrzeug kaufen. Der hohe Preis und die Schwierigkeit beim Transport an einen für eine Fahrt geeigneten Ort hält die Begeisterung bei den Eltern allerdings in Grenzen. Sie haben aber vernommen, dass die Stiftung Cerebral in Zusammenarbeit mit Rent a Bike in Murten Twister stationiert hat, die man mieten kann. Es ist deshalb klar, wo einer der nächsten Ausflüge der Rugglis hin führt. Und ganz sicher ist man im nächsten Jahr wieder am SlowUp dabei – mit «Andiamo!»
Bei Regen und Sonnenschein
Begeistert über «Andiamo!» äussert sich auch Fabienne Gluderer. Die Walliserin lebt seit vielen Jahren in Lausanne, und in der hügeligen Stadt war Rad fahren für sie nie ein Thema. Seit sie als Zwanzigjährige einen schweren Unfall erlitt, lebt sie mit den Folgen eines Hirntraumas. Von «Andiamo!» erfuhr sie durch ihre Lebensversicherung, und sofort war sie Feuer und Flamme. Mit einem Freund zusammen fuhr sie mit einem Twister am slowUp Vallée de Joux und am SlowUp Fêtes de Genève mit. Nach langen Jahren war es der früher sehr sportlichen Frau endlich wieder einmal vergönnt, eine richtige Velotour machen zu können. Im Vallée de Joux regnete es zwar, aber die herrliche Stimmung führten dazu, dass Fabienne Gluderer kaum merkte, dass sie nass war. Umso mehr genoss sie einen Monat später das herrliche Wetter in Genf. Und auch für Fabienne Gluderer ist klar: Im nächsten Jahr bin ich wieder dabei!
Peter Anliker (erschienen im Procap Magazin 04/08)
slowUp – regionale autofreie Erlebnistage
Das slowUp-Rezept ist so einfach wie überzeugend: Man nehme rund 30 km Strassen in einer attraktiven Landschaft, sperre die Strassen einen Tag für den motorisierten Verkehr und sorge für ein vielseitiges Rahmenprogramm entlang der Strecke. Daraus wird ein Familienfest, anders als alle anderen. slowUp sind möglichst flach. Tempo und Distanz können individuell gewählt werden. 2008 standen 14 slowUp in der ganzen Schweiz auf dem Programm.
www.slowUp.ch. www.procap-andiamo.ch
Andiamo 2008
Wiedersehen im nächsten Jahr
Mit dem slowUp Zürichsee ging bei schönstem Herbstwetter die Saison 2008 zu Ende. An allen 13 Anlässen war Procap mit dem Projekt Andiamo! dabei und hat Menschen mit Handicap ermöglicht, an den autofreien Sonntagen dabei zu sein, einen Tag an der frischen Luft zu verbringen, schöne Regionen der Schweiz zu entdecken und neue Kontakte zu knüpfen. So freuen sich viele, die in diesem Jahr dabei waren, schon auf nächstes Jahr, wenn es Ende April mit dem slowUp Murtesee wieder losgeht. Andiamo!
Informationen und Fotogalerien zu den einzelnen Anlässen: www.procap-andiamo.ch
«look&roll 2008»
Credit Suisse Awards verliehen
Jury und Publikum des 2. internationalen Kurzfilmfestivals «look&roll» zum Thema Behinderung haben am Sonntagabend im Stadtkino Basel die Preise vergeben. Um das Preisgeld in Höhe von Fr. 10'000.- konkurrierten 20 Beiträge aus 11 Ländern. Sieger des internationalen Wettbewerbs wurde der polnische Film «Rendez-Vous» von Marcin Janos Krawczyk. Auf den 2. Platz kam der russische Beitrag «Nikita&Nikita» von Maria Tyulyaeva. Den Audience Award erhielt die amerikanische Produktion «Phoenix Dance» von Karina Epperlein. Die Jury bestand aus Filmemacher Fredi Murer, Ewan Marshall von der BBC, Darstellerin Elena Wiele (D), Filmproduzentin Claudia Frei (CH) und dem Journalisten Nick Joyce (CH). Lobend erwähnt wurden von der Jury die Beiträge «Cost of living» aus England und «Jak Motyl» aus Polen. Als bester Schauspieler erhält Arnaud Six aus Frankreich für seine Leistung in «Des putes dans les arbres» einen Sonderpreis in Höhe von Fr. 500.- Mehr dazu...
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